Galerie m50

Ausstellung: 19.06.2010 – 05.08.2010

Zu sehen ist eine Auswahl der, in den Jahren 1962 bis 2009 entstandenen,
Arbeiten des Künstlers und Dozenten Walter Henn, der 1937 in Frankfurt am Main
geboren ist und dort und in Richelbach im Odenwald lebt und arbeitet.
Nach Abschluss seiner Schreinerlehre besuchte er zunächst die Werkkunstschule in
Offenbach am Main (1957-59), dann die Städelschule in Frankfurt am Main; seine
Lehrer dort waren Professor Albert Burkart und Professor Johannes Schreiter. Henn
verließ die Akademie 1965 als Meisterschüler.
Walter Henn lehrte in der Europäischen Kunstakademie Trier, in der Kunstakademie
Bad Reichenhalls und lehrt bis heute an der Frankfurter Akademie für Kommunikation
(heute: academy of visual arts).

Die gezeigten frühen Arbeiten sind noch völlig dem Informel verhaftet. Aber das relief-
artig Aufbrechen der Oberfläche und der Ausdruck von Geistigem und Emotionalem,
das dem Informel eigen ist, war Vorbereitung für die folgenden Arbeiten des Künstlers.
Er löste sich bald und widmete sich – neben der Malerei – der Zusammenstellung von
Dingen des alltäglichen Gebrauchs, deren Form und Farbe ihn interessierten und inspi-
rierten. Es entstanden Collagen aus verschiedensten Materialien, die mit den Werken
der arte povera die Schlichtheit gemeinsam haben.
Jedes Material kann Verwendung finden. Der Künstler Henn trägt sie zusammen, ge-
staltet und arrangiert – der Handwerker Henn biegt, schneidet, schnitzt, sägt, leimt,
trägt Farbe auf. Die solide handwerkliche Ausbildung beider Disziplinen und die
langjährige Seh- und Praxis-Erfahrung vereinen sich trefflich.
Stete Anregung aus der, ihn gerade umgebenden, Landschaft lässt ihn selbst foto-
grafierte Motive verarbeiten; so z.B. in seinen Linienbildern.
Aber immer wieder ist es auch die reine Farb-Malerei, die verdichtet aber elastisch
zugleich ist.
Einfallsreichtum, der Mut und die Freude am Experimentieren zeichnen Walter Henns
Werk aus. Und immer wieder auch die Arbeit mit Holz, dem Material, mit dem er
begonnen hat. Henn hat eine Vielzahl von Holzschnitten angefertigt; in ihrer Rein-
form oder auch mit dem modernen Medium der Fotokopie kombiniert. Diese Serien,
die bereits über 200 Arbeiten umfassen, nennt er seine encycopaedia simplicia. – Enzy-
klopädie ist die Übersicht und umfassende Darstellung des gesamten vorliegenden
Wissensstoffs.  -  Hier nicht in alphabetischer Reihenfolge sondern in Kombination
von Piktogramm und Abbildung.
Walter Henns Werk ist die Collage. Farbwerte, Formen, Materialien, Gedanken
und Empfindungen sind kombiniert und lassen ein spannendes Seherlebnis zuteil werden.

Einzelausstellungen (solo exhibitions):

1965 Galerie am Dom, Frankfurt am Main
1974 Kronberger Kulturkreis, Kronberg im Taunus
1979 Palais Waldersdorf, Trier
1982 Kommunale Galerie, Frankfurt am Main
1983 Architektenkammer Hessen, Wiesbaden
1987 Galerie Monika Beck, Homburg/Saar
1988 Galerie 86, Trier
1989 Galerie Stolanova, Wiesbaden
Oberhessisches Landesmuseum, Gießen
Quadrophon,
Galerie Patio, Neu-Isenburg
1990 Dresdner Bank, Frankfurt am Main
Galerie der Künstler, Frankfurt am Main
1992 Galerie Monika Beck, Homburg/Saar
1993 Dominikanerkloster, Frankfurt am Main
1995 Art-Forum, Frankfurt am Main
1996 Rondo, Dommuseum, Frankfurt am Main
Himmel und Vergissmeinnicht
, Galerie Scherer, Miltenberg
Feldstücke
, Galerie Barbara von Stechow, Frankfurt am Main
1998 Galerie Monika Beck, Homburg/Saar
1999 Drucksache, Dominikanerkloster, Frankfurt am Main
2000 im grünen, Kronberger Kulturkreis, Kronberg im Taunus
Galerie Reinsberg, Offenbach am Main
2003 Galerie Monika Beck, Homburg/Saar
das Marienprojekt
, Dominikanerkloster, Frankfurt am Main
schönstimmig sprechen die Zeichen
, Gutenberg-Museum Druckladen, Mainz
2004 eine Wanderung in der Provinz, Kunsthalle, Trier
schöne Aussicht
, Kunsthaus alte Mühle, Schmallenberg/Hochsauerland
2006 mit sich’rem Auge, kunstraum dreizwanzig, Köln
2007 die AUGEN-Blicke des Pan, Museum der Stadt Miltenberg
eine Idylle
, Galerie Monika Beck, Homburg/Saar
2008 Heussenstamm-Stiftung, Frankfurt am Main
2010 ein Rückblick, Galerie m50, Frankfurt am Main


Ausstellungsbeteiligungen (exhibitions together with other artists):

1963 Dessins de Francfort
1964 internationale Triennale für farbige Original-Grafik, CH-Grechen
Grafik
, H-Budapest
1966 drei junge Maler, Marilies Hess-Stiftung im Hessischen Rundfunk, Frankfurt am Main
Kunstpreis der Jugend, Baden-Baden
deutsche Miniaturen, Galerie 66, Hofheim/Taunus
junge Kunst in Hessen
Grafik-Wanderausstellung (Orient)
1967 Kunstpreis junger Westen, RecklinghausenVerein der Kunstfreunde, Lindau
artistas alemanes contemperanos
, AR-Buenos Aires
Deutscher Künstlerbund, Karlsruhe
1969 35 Künstler im Frankfurter Kunstverein, Frankfurt am Main
1972 Galerie Wagner, Dietzenbach
1981 XIII.Festival international de la peinture, F-Cagnes-sur-mer
1983 Frankfurter Künstler, Frankfurter Kunstverein, Frankfurt am Main
1985 Grafik der Gegenwart, Bonn
1986 Kunst aktuell, Galerie Fahlbusch, Mannheim
1987 vier abstrakte Künstler, Galerie 86, Trier
1989 Kunstverein, Offenbach am Main
le jour de gloire
, Galerie Patio, Neu-Isenburg
1991 Haus der Kunst, München
1992 Grafik der Gegenwart, Bonn
1994 Knotschhaus beim Engel, L-Luxembourg
pro media Galerie, Darmstadt
1996 Art Frankfurt (Galerie Barbara von Stechow), Frankfurt am Main
1997 Art Frankfurt (Galerie Barbara von Stechow), Frankfurt am Main
Projekt Tuchfühlung, Velbert-Langenberg
1998 Art Frankfurt (Galerie Barbara von Stechow), Frankfurt am Main
Galerie Monika Beck, Homburg/Saar
Art Multiple Düsseldorf (Edition Monika Beck), Düsseldorf
Bethmann-Bank, Frankfurt am Main
1999 Art Frankfurt (Galerie Barbara von Stechow), Frankfurt am Main
Galerie Monika Beck, Homburg/Saar
2000 Fahnen, Kunsthalle, Trier
2001 Art Frankfurt (Galerie Monika Beck), Frankfurt am Main
2006 Eindrücke – Ausdrücke, Kunsthalle, Trier
Fujitsu Siemens, Langen
WM-Aktion
, kunstraum dreizwanzig, Köln
Ballkünstler
, Kunsthalle, Trier
2007 second life, kunstraum dreizwanzig, Köln
fine art Köln-Artbox (Galerie der Editionen), Köln
2008 geschnitten – gedruckt, kunstraum dreizwanzig, Köln
2009 Druckmuseum, L-Grevenmacher

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