Galerie m50

50. Austellung vom 31. August (Eröffnung in Anwesenheit der KünstlerInnen: 18:30 – 20:30) bis einschl. 5. Oktober 2018

Künstlergespräch: 14. September 2018 / 18:00

Ralph Kerstner, Jahrgang 1953, erst Ingenieur und Unternehmer in der Automobilindustrie,
parallel Städelschüler (Abendschule), bevor er sich vollkommen der Kunst widmete. Er über-
rascht mit seinen federleichten Papierarbeiten in minimalistischer Sprache. Er prägt Formen
in das dünne Material oder schneidet Segmente – eckige, runde, kleine, große – falzt und fal-
tet diese, hebt die 2Dimensionalität des Papiers auf, verstärkt so das dynamische Licht- und
Schattenspiel.

mehr zum Künstler: unter der Rubrik Künstler

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In den Jahren 1978 – ‘87 war der Mittelpunkt in Elfi Knoche-Wendels künstlerischer Tätig-
keit die Auseinandersetzung mit großformatigen textilen Wandgestaltungen, in denen schwar-
zes Material bereits eine große Rolle spielte.
Die Berufung an die Johannes Gutenberg-Universität in Mainz und der damit einher gehende
Zeitmangel zwang Knoche-Wendel (Jahrgang 1943) zur Erforschung anderer Ausdrucksmittel.
Papier wurde das Mittel; zum einen als Träger der Graphitarbeiten und zum anderen als eigen-
ständiges Medium.
Seit 1995 entstanden vier Werkgruppen – nur in schwarz oder nur in weiß oder in Überlage-
rungen.
Die erste Werkgruppe bestand aus Arbeiten, die ausschließlich mit Graphitstiften oder -pasten
hergestellt wurden. Die formale Grundlage ist hier das Quadrat, gegliedert durch weiße Linien.
Das in verschiedene Richtungen aufgetragene Graphit erscheint, durch die unterschiedliche
Aufnahme des Lichts, mal metallisch-grau und mal schwarz. Anklänge an architektonische
Formen sind zu erkennen. Einzelne geometrische Formen treten aus dem monochromen Hin-
tergrund hervor und die minimalen Verschiebungen erzeugen den Eindruck von Tiefe und Be-
wegung.
Die zweite Werkgruppe lässt noch das Quadrat oder das rechteckige Grundelement erkennen,
wird aber gleichfalls überlagert oder durchdrungen von Schnitten (sogenannten cuttings) auf
weißer Fläche. Die Werke erscheinen als 3dimensionale, tastbare, lichtaufnehmende Reliefs.
Die dritte Werkgruppe zeigt geometrische Rasterreliefs in schwarz oder weiß, die – je nach
Größe und Schnittlänge – „bewegte“ Oberflächen entstehen lassen. Die Künstlerin ersetze bzw.
ergänzte die Graphitfarbe bzw. -paste durch Ruß. Sie erzielte so ein tieferes mattes schwarz.
Die Reflektion von Licht war von nun an zweitrangig. In den Vordergrund rückte die Auseinan-
dersetzung mit Licht und Schatten auf der Bildoberfläche, entstanden durch die cuttings.
In der vierten Werkgruppe setzt sich Knoche-Wendel mit der Darstellung von spiralförmigen
Körpern und Kreisformen auseinander, einzeln oder in Gruppen, durch die cuttings eine be-
wegte Oberfläche entstehen lassen. Durch Licht und Schatten und den jeweiligen Standpunkt
des Betrachters ergeben sich neue und andere interessante Ansichten.

mehr zur Künstlerin: www.elfi-knoche-wendel.de

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“Ist es schlicht Bescheidenheit, wenn Horst Mensinger sagt, seine Bilder seien „still und leer“?
Es wäre ihm zuzutrauen. Oder ist seine Behauptung als kunstpolitische Setzung zu verstehen,
etwa in dem Sinn, dass der Überflutung nur mit Zurücknahme und Konzentration begegnet wer-
den könne? Auch das wäre ihm zuzutrauen. In aller Bescheidenheit – und nichts anderes ge-
ziemt einem Musiker, der über Bilder nachdenkt – halte ich entschieden dagegen. Für mich
sind diese Bilder weder still noch leer. Sie klingen und es ist ein voller Klang, den ich höre. Zu-
gegeben: der Klang von leiser Fülle, und diese Fülle wiederum ist von großer Transparenz.
Vielleicht kann Stille klingen, vielleicht gibt es eine erfüllte Leere. Oder noch näher zu Horst
Mensingers Beschreibung: vielleicht sind die Bilder tatsächlich still und leer, aber sie lassen
mich in mir Klänge finden. …”
Prof. Dr. h.c. Daniel Fueter / Der Klang der Farben. Ein Musiker begegnet den Bildern Horst
Mensingers
. / Zürich, November 2011

mehr zum Künstler: unter der Rubrik Künstler

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Edith Monschauers Bilder sind gegenstandsfrei, obwohl sie Titel haben. Diese Titel sind
nur Erinnerung an Farben.
Kraftvoll, dennoch zart und hell, präsentieren sich die sowohl großformatigen als auch die
kleinformatigen Gemälde Monschauers.
Die Gemälde wollen erobert werden. Davor ruhen und entdecken, wie die Künstlerin – Schicht
für Schicht – die transparente Farbe aufträgt und Akzente setzt. …

1948:
geboren in Frankfurt am Main
1965 -’67:
Ausbildung zur biologisch-technischen Assistentin, Naturkundemuseum und Forschungsin-
stitut Senckenberg / Frankfurt am Main
1967:
Berufstätigkeit im FB Biologie an den Universitäten in Karlsruhe und Frankfurt am Main
1976 -’82:
Studium der Malerei, Städelschule in Frankfurt am Main / Prof.Karl Bohrmann, Prof. Johannes
Schreiter
seit 1983:
freischaffende Künstlerin
seit 1985:
Dozentin, VHS in Frankfurt am Main, Eschborn, Hofheim am Taunus und (z.Zt.) Oberursel (Ts)
1989 -’94:
Vorstandsmitglied des BBK / Frankfurt am Main

die Künstlerin lebt und arbeitet in Glashütten-Oberems

Einzelausstellungen (Auswahl):
1985:
Ölbilder auf Computerpapier, Galerie das Bilderhaus / Frankfurt am Main
1986:
Malerei, Galerie Hartmann / Frankfurt am Main
1988:
Barfuß im Schnee, Galerie Fürstenbahnhof / Bad Homburg vor der Höhe
1991:
Farbe und Form (Malerei), Galerie Diem & Partner / CH – Zürich
1998:
Kunstwerk des Monats, H‘d‘B‘-Galerie / Frankfurt am Main
2000:
Malerei, Siemens AG / München
2003:
vom äußeren zum inneren Bild, Alte Kirche Hornau / Kelkheim (Taunus)
2006:
Farbklänge, evang. Gemeinde-Bildungszentrum / Bad Orb
abstrakte Blütenformen, Haus Grebenau im Freilichtmuseum Hessenpark / Neu-Anspach
2009:
Malerei, Taunus Sparkasse / Oberursel (Taunus)
informelle Flora, Familientherapeutische Praxis / Frankfurt am Main
2011:
zerpflücke eine Rose und jedes Blatt ist schön, KulturForum Hattersheim e.V. / Hattersheim
am Main

Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl):
1982:
Wettbewerb-Ausstellung zum Dr.Reinhold Kurth-Kunstpreis der Stadtsparkasse Frankfurt,
Forum der Stadtsparkasse / Frankfurt am Main
1984:
Kunst in Frankfurt 1984, Kunstverein im Steinernen Haus / Frankfurt am Main
1990:
7 Künstler aus Deutschland / HUN – Pecs
1992:
das Gelbe vom Geld, Commerzbank / Frankfurt am Main
1993:
Farben und Formen (zs.m. Monika Frank Auth), H‘d‘B‘-Galerie / Frankfurt am Main
eine Rose ist eine Rose ist eine Rose (zs.m. Ursula Hillmann), Palmengarten / Frankfurt am
Main
contemporaine peinture et sculpture, Grand Palais / F – Paris
1994:
Hessiale ‘94, Landeskunstausstellung des BBK Hessen / Wiesbaden
Cyclop Art – a contemporary vision of european work, Art Center Hongkong und Macau / CHN -
Hongkong, Macau
1995 – 2003:
Salon Réalités Nouvelles, Espace Eiffel-Branly / F – Paris
1998:
Guang Dong Museum of Art, CHN – Guanghou
1999:
neues Aquarell, internationale Biennale Neues Aquarell, Kunststation / Kleinsassen
Goethe 99, Art McCann & Goethe-Institut im IHK / Frankfurt am Main
2001:
spät lese, Galerie Forum / Usingen
2004:
Kunst für die Rose, Landesmuseum / Wiesbaden
2006:
Licht – Raum – Zeit (zs.m. Peter Bohl), Rathaus / Hünstetten
sieh‘ dreimal hin, Kunstverein Artlantis / Bad Homburg vor der Höhe
2011:
Art.buy.Art, Kunsttage Dreieich, Städtische Galerie / Dreieich-Sprendlingen
2013:
Einblick – Ausblick – Weitblick, Kunst- und Kulturforum / Hünstätten
2015:
Art.25.Frühjahr, Kunsttage Dreieich, Städtische Galerie / Dreieich-Sprendlingen
2018:
LIGHT : Gemälde und Grafik (zs.m. Ralph Kerstner, Elfi Knoche-Wendel, Horst Mensinger),
Galerie m50 / Oberursel (Ts)

Bibliografie:
Kunst in Frankfurt 1984, Kunstverein im Steinernen Haus / Frankfurt am Main (1984)
contemporaine peinture et sculpture, Grand Palais / F – Paris (1993)
Hessiale ‘94, Landeskunstausstellung des BBK Hessen / Wiesbaden (1994)
Salon Réalités Nouvelles, Espace Eiffel-Branly / F – Paris (je 1995 – 2003)
neues Aquarell, internationale Biennale Neues Aquarell, Kunststation / Kleinsassen (1999)
Kenya iko Afrika (Illustrationen zu den Erzählungen von Gundula Stein), Books on Demand
GmbH / Norderstadt (ISBN: 978-3-8370-0949-1)



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