Galerie m50

Ausstellung: 04.09.2010 – 21.10.2010

1958, bereits mit 14 Jahren, begann Margit Matthews (Jahrgang 1944), in Düsseldorf, ihre Lehre
zur Fotolaborantin und danach zur Fotografin im namhaften Fotoatelier Hehmke-Winterer, das –
bereits seit 1935 – von Erna Wagner-Hehmke alleine geleitet wurde. Portrait- und Sach
aufnahmen,
aber auch Industrie- und Werbe-Fotografie gehörten zur intensiven Ausbildung.
Praxis erlangte Frau Matthews während ihrer Tätigkeiten für Bayer Farbenfabriken (Leverkusen),
für die Werbeagenturen Dorland und Haase (beide in Düsseldorf), in Frankfurt am Main im Battelle-
Institut, im Frobenius-Institut und im Historischen Museum. Expeditionen und Exkursionen führten
sie zu den Felsbildern des Tassili (Sahara), in skandinavische Länder, nach Spanien, Mexiko, Jor-
danien, Israel, Jemen und in verschiedene Städte und Provinzen der VR China. Überall entstanden
wunderbare Fotoserien, von denen viele in Bildbänden, Kunstdokumentationen, wissen
schaftlichen
Publikationen und Dokumenten zu Forschungsarbeiten veröffentlicht wurden.

Die Künstlerin Matthews arbeitet seit 1989 als freie Fotografin in Frankfurt am Main.
Die Fotografie ist
das Malen, das Zeichnen mit Licht, mit Helligkeit.
Wie bei jedem Künstler ist das Erlernen und Trainieren des Handwerks und der Umgang mit den zur
Verfügung stehenden Mitteln – beim Fotografen der Einsatz einer bestimmten Kamera-Art, die Aus-
wahl des Objektivs, der Belichtung; ebenso, wie die Techniken der Film- und Bildentwicklung (Ent-
wickler-Flüssigkeit und -Reaktionszeit), der Kenntnis der verschiedenen Fotopapiere
– unerlässliche
Voraussetzung, zur Umsetzung der gestellten Aufgabe.
Die Ansicht Unkundiger, der Fotograf drücke lediglich auf den Auslöser, ist widerlegt! – Das ge-
schulte Auge des Fotografen entdeckt besondere Situationen, reizvolle Perspektiven, interessante
Farben usw. Vor seinem geistigen Auge entsteht sogleich das Bild, welches zu erzielen es gilt.
Bereits beim Fotografieren kann der Fotograf Einfluss nehmen; im Labor folgt die Ausführung
und
Vollendung .
Wie jedem Künstler stehen auch dem Fotografen alle Freiheiten der Gestaltung und der Einsatz
der
Mittel zur Verfügung.
Die Arbeiten von Margit Matthews zeigen, in ausgezeichneter Weise, wie präzise die Fotografin
arbeitet und wie die Künstlerin: in dem Moment, in dem der Fotograf aufhört, Naturalismus an-
zustreben und für sich die Vielzahl der Möglichkeiten restlos ausnutzt, setzt die künstlerische
Leistung ein.
Es darf keine Rolle mehr spielen, wo das Foto entstanden ist (Beispiel: die Strukturaufnahmen)
oder wie sich ein Objekt in seiner Gänze präsentieren würde (Beispiel: sowohl die bizarren
Blüten-
formen mit ihrer starken Farbigkeit, als auch die „weißen“, fast ätherisch wirkenden) .
Einzig die Gestaltung, der sich durch die richtige Auswahl des Ausschnittes ergibt, ist maßgebend.
„In der schöpferischen Fotografie ist das Objekt ausschließlich Träger einer Idee.“,
äußerte Andreas
Feininger.
Margit Matthews ist die Fotografin, ist die Malerin, ist die Zeichnerin mit Licht, mit Helligkeit,
ist die
künstlerische Gestalterin.
(Andreas Feininger formulierte:) Die Dokumentfotografie ist dem Journalisten gleich – die schöpferische
Fotografie ist dem Schriftsteller und Lyriker gleich.

Ausstellungen (Auswahl):
1992:
(E)
bewegte Stille, Frankfurter Volksbank / Börsenstraße, Frankfurt am Main

2002:
(B) form + farbe, AKM / Künstlerhaus Metternich, Koblenz
(B)
Übergänge, KEG / McNair-Kaserne, Frankfurt am Main-Höchst
(B) Wertmöbel-Kunstausstellung, Fulda
2003:
(B)
Künstler des Mittelrheins, AKM / Kuratorium für Kunst / Zehnthaus, Jockgrim
2004:
(B) Künstler am Beginn des 21.Jhs, AKM / Künstlerhaus Metternich, Koblenz
(B)
Künstler des AKM, Petah Tikva (Israel)
(E)
Fotos aus dem Jemen, Galerie im Gang “Alles künstlich”, Frankfurt am Main
2005:
(E) Fotos aus den Hutong in Peking, Galerie im Gang “Alles künstlich”, Frankfurt am Main
2007:
(B)
Helke Stiebel – Margit Matthews, AKM / Künstlerhaus Metternich, Koblenz

(E) ein letzter Blick, Frankfurter Presseclub, Frankfurt am Main
2008:
(B) sechzig jahre akm – form + farbe, AKM / Künstlerhaus Metternich, Koblenz
(E)
Bilder der Fotografin Margit Matthews, Anwaltskanzlei Link, Frankfurt am Main
2009:
(E)
die Hutongs von Beijing, Konfuzius-Institut, Frankfurt am Main
2010:
(E) Zauber der Vergänglichkeit – Fotografien, Galerie im Gang “Alles künstlich”, Frankfurt am Main
(E)
Arbeiten von Margit Matthews, Galerie m50, Frankfurt am Main






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