> No. 4 in 2026 | RETROSPEKTIVE – Gerhard Wittner zum 100. Geburtstag <
20. September – einschl. 10. Oktober 2026
Gerhard Wittner lebte vom 23. September 1926 bis zum 21. Oktober 1998.
Gezeigt wird eine Auswahl seiner Arbeiten der Jahre 1946 – 1998.
Ausstellungseröffnung, zu der Direktor des Museum‘ Goch Dr. Stephan Mann
spricht: SO, 20. September 2026 (11 – 13 Uhr)
zum Vergrößern je anklicken
G E R H A R D W I T T N E R
1926: (23.9.) Geburt in Heidelberg
1929: Übersiedlung der Familie nach Frankfurt a.M.
Schulzeit, Militärdienst, Kriegsgefangenschaft
1946/’47: Mal- und Zeichenkurse bei Theo Garve / Meisterschüler Max Beckmanns (Frankfurt a.M.)
1947 – ’51: Studium der Malerei bei Wilhelm Heise und Albert Burkart in der Städelschule, Frankfurt a.M.
1951 – ’54: Studium der Malerei bei Xaver Fuhr (Akademie d. bildenden Künste, München)
seit 1954: tätig als freischaffender Künstler, Atelier (Frankfurt aM.)
seit 1957 entwickelt Wittner, nach abstrakter Malerei, systematisch konkrete Bilder aus unterschied-
lichen Schwarzwerten mit reliefartig strukturierten Oberflächen
ab 1962: im Zuge der Konzentration, verschwinden die gestischen Momente in den Arbeiten; Wittner
zählt damit zu den Künstlern, die das Informel überwinden und damit die zweite Phase der deutschen
Nachkriegsmalerei begründen
1963/’64: das aktive Rot löst die schwarze Farbe, in den Arbeiten ab; dann folgen Gelb und unterschied-
liche Grauwerte
1966/’67: der Verzicht auf reliefplastische Momente setzt ein und Wittner geht über zu einer einfachen
überschaubaren Bildordnung; die Farbflächen scheinen nebeneinander schwerelos zu schweben und
sich zu durchdringen; Grau zwischen hell und dunkel, zwischen kalt und warm; das Quadrat wird Bild-
format
1972: (8.12.) Wittner erhält den ersten Kunstpreis der Sparkasse 1822 (Forum) / Frankfurt a.M.
1976: ein Stipendium der BRD ermöglicht den halbjährlichen Aufenthalt in der Cité international des Arts
in Paris
1976/’77: nach der Phase konzentrierter Reduzierung auf verhaltenfarbig modulierte Grauwerte, nimmt
Farbigkeit zu und Farbabstufungen erhalten Gewicht
1981: zusammen mit Galerist Herbert Bossin und Kunsthistoriker Bernhard Kerber, der den einführenden
Text verfasst, entsteht Wittners erstes Werkverzeichnis der Bilder für die Jahre 1960 – ’80
1984 – ’86: 3 Semester lehrt Wittner (Gastdozent) Malerei an der Städelschule, Frankfurt a.M.
1985: Heinz Gappmeyr und Gerhard Wittner gestalten gemeinsam das Buch Heinz Gappmeyr, Texte /
Gerhard Wittner, Malerei, das von Heinz Neidel und Karl R. Schültke (im Auftrag des Instituts für moderne
Kunst, Nürnberg) im Verlag für moderne Kunst, Zirndorf heraus gegeben wird (begleitende Texte von Prof.
Dr. Gottfried Boehm u Prof. Peter Weiermair)
1986 zeigt der Frankfurter Kunstverein im Steinernen Haus eine umfassend Retrospektive Arbeiten
Gerhard Wittners aus den Jahren 1959 – ’85 (begleitend erscheint ein Katalog mit Textbeiträgen von Prof.
Dr. Gottfried Boehm, Heinz Gappmeyr, Ingrid Mössinger und Prof. Peter Weiermair / zu eine Dokumen-
tation über Leben und Werk Wittners von Karl R. Schültke
1991: (21.11.) Gerhard Wittner erhält den Ehren-Dr.Reinhold Kurth-Kunstpreis der Frankfurter Spar-
kasse 1822 für das Jahr 1990; zu diesem Anlass erscheint, in Zusammenarbeit mit Prof. Peter Weiermair
und der Edition Robert Wilk (Friedrichsdorf), ein kleines Werkverzeichnis der Bilder für die Jahre 1981 – ’91
1996 erscheint, zu den Ausstellungen in Göttingen u. Wiesbaden, Bilder und Zeichnungen 1970 – ’96, das
zweite Werkverzeichnis der Bilder der Jahre 1960 – ’96
1998: (21.10.) stirbt Gerhard Wittner in Frankfurt a. M.
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seit 1959 viele Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen im In- und Ausland
Ausstellungen seit 2000:
2000: l’intelligenzia della mano (triennale europea dell’ incisione), Galleria d’Arte moderna / I-Bologna (B)
Arbeiten vor 1965, Dieter u. Gabriele Wittner (priv.) / Frankfurt a.M. (E)
2001: die Intelligenz der Hand (europ. Meisterzeichnungen), Rupertinum / A-Salzburg (B)
Metaphern des Lichts, Galerie König / Hanau (E)
Arbeiten von Gerhard Wittner zum 75.Geburtstag, Dieter u. Gabriele Wittner (priv.) / Frankfurt a.M. (E)
2002: zu einer retrospektivisch ausgerichteten Wander-Ausstellung Arbeiten auf Papier (Stationen:
Museum Goch, Morat-Institut / Freiburg, KunstMuseum Bonn, Kunstsammlungen Chemnitz, Museum
Wiesbaden) (E)
weiß wie Schnee, Kunstsammlungen Chemnitz (B)
40 Jahre neue gruppe saar, Laboratorium – Institut für aktuelle Kunst / Saarlouis (B)
hommage an Gerhard Wittner – Arbeiten der Jahre 1970 – ’80, Galerie am See (Carmen Weber) /
CH-Zug (E)
Arbeiten auf Papier, Galerie Ucher / Köln (E)
2004: Gerhard Wittner, Galerie Wack / Kaiserslautern (E)
2005: mit Bleistift – Zeichnungen aus dem Städel, StädelMuseum / Frankfurt a.M. (B)
2006: zum 80.Geburtstag, Dieter u. Gabriele Wittner (priv.) / Frankfurt a.M. (E)
2007: when ever it starts it’s the right time, Kunstverein / Frankfurt a.M. (B)
Gerhard Wittner Aquarelle, Elisabeth Arpagus Malerei, Galerie Carmen Weber / CH-Zug (B)
Wittner anima_animus, Galerie Leßmann & Lenser finearts / Rodgau (E)
overview, Galerie Leßmann & Lenser contemporary / Aschaffenburg (B)
2008: Croissant Simeti Wittner, Galerie Wack / Kaiserslautern (B)
Präsentation zum 10.Todestag Gerhard Wittner, Dieter u. Gabriele Wittner (priv.) / Frankfurt a.M. (E)
zur Kontingenz der Linie, Kunstraum Alexander Bürkle / Freiburg i.Br. (B)
2009: XXL Sammlung, Kunstraum Alexander Bürkle / Freiburg i. Br. (B)
Gegenwart der Linie, Pinakothek der Moderne / München (B)
résumé – Rückblick mit Ausblick, Galerie Ucher / Köln (B)
2010: AUGENblicke – Gerhard Wittner, Museum gegenstandsfreier Kunst / Otterndorf (E)
Arbeiten von Gerhard Wittner, Galerie m50 / Frankfurt a.M. (E)
2011: Heinz Kreutz Hans Steinbrenner Gerhard Wittner – Arbeiten der 1960er und 1970er Jahre,
Galerie m50 / Frankfurt a.M. (B)
2012: weiß und schwarz, Galerie m50 / Frankfurt a.M. (B)
2013: Gerhard Wittner – Malerei und Grafik, Galerie Wack / Kaiserslautern (E)
blau, Galerie m50 / Frankfurt a.M. (B)
2014: 2 Meister der konkreten Kunst – Rolf Kissel und Gerhard Wittner, Galerie m50 / Frankfurt a.M. (B)
2016: selten gesehene Arbeiten von Gerhard Wittner (Bilder und Grafiken der Jahre 1967 – ’96),
Galerie m50 / Oberursel (Ts.) (B)
2018: Farbbeziehungen | Michael Mohr und Gerhard Wittner | Malerei und Zeichnung, Galerie m50 /
Oberursel (Ts.) (B)
2021: Zeichnung II. – aus männlicher Hand, Galerie m50 / Oberursel (Ts.) (B)
balance | Plastiken von Stephan Siebers und Bilder von Gerhard Wittner, Galerie m50 / Ober-
ursel (Ts.) (B)
2024: hommage : Michael Rögler, Gerhard Wittner und die Farbe, Galerie m50 / Oberursel (Ts.) (B)
2026: pure drawings 1596 – 2025, H8H.space / Frankfurt a.M. (B)
Gerhard Wittner – Geburtstagsständchen zum 100. Geburtstag, Museum Goch (E)
RETROSPEKTIVE | Gerhard Wittner (23.9.1926 – 21.10.1998), Galerie m50 / Oberursel (Ts.) (E)
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vertreten in vielen privaten Sammlungen im In- und Ausland
Werke in öffentlichen Sammlungen:
Amt für Wissenschaft und Kunst / Frankfurt a.M.
Amtssitz des deutschen Bundespräsidenten, Schloss Bellevue / Berlin
hessischer Rundfunk / Frankfurt a.M.
hessisches Landesmuseum / Darmstadt
Institut für moderne Kunst / Nürnberg
Kunsthalle Bremen
Kunsthaus Zug (CH)
KunstMuseum Bonn
Kunstsammlungen Chemnitz
Museum für Konkrete Kunst / Ingolstadt
Museum Goch
Museum Wiesbaden
Pfalzgalerie / Kaiserslautern
Sammlung Wolf und Ursula Hermann, Bremen / Münster
Sammlung McCrory Corporation / New York (USA)
Sammlung Lütze II / Sindelfingen
Sammlung zeitgenössischer Kunst der BRD / Bonn
Sprengel-Museum / Hannover
Staatsgalerie Stuttgart
StädelMuseum / Frankfurt a.M.
Stiftung für konkrete Kunst / Reutlingen
Stiftung für konstruktive und konkrete Kunst / Zürich (CH)
Museum gegenstandsfreier Kunst / Otterndorf
Wilhelm Hack-Museum / Ludwigshafen
mannigfaltige Bibliografie